Go Bäng!

„Als der Laden Go Bäng! im Oktober 2017 genau 25 Jahre alt wurde, stand man vor der Frage: „Feiern, ja oder nein?“

In den 25 Jahren hatte der Laden einige Auf und Abs hinter sich gebracht, allein 3x wurde der Standort gewechselt, man erlebte den Beginn des Online-Shoppings und den damit einhergehenden Wandel im stationären Einzelhandel. Junge Menschen, die mit 13 zum ersten Mal vorm Tresen standen um Button, Haarfarben, Poster oder Patches zu kaufen sind erwachsen geworden, inzwischen kommen ihre Kinder.

25 Jahre Go Bäng! Feiern?

Schnell war klar: wenn feiern, dann richtig! Und so erlebte der Laden nach 25 Jahren einen Tag, der teilweise an der Statik des Gebäudes rüttelte: 6 Liveacts über den Tag verteilt und ein Frühstücksbuffet, welches sich über eine Länge von 6 Metern den ganzen Tag gut bestückt erstreckte.

Und die Gratulanten: so bunt wie der Laden und aus jeder Altersgruppe! Und viele Gespräche begannen mit den Worten: „Als ich zum ersten Mal bei Go Bäng! war, da…“

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„… War ich auch das erste Mal in meinem Leben in Bremen und wusste, dass ich hier leben möchte!“

Kathy

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„… war es noch im „Angesicht der Schweine“

Karsten

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„… hätte ich nicht gedacht, dass dieser Ort 4-5 Jahre später quasi wie ein zweites Zuhause sein wird.“

Fin

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„…war ich sofort verliebt. Das ist ungefähr 26 Jahre her – krass…so lange? Ihr seid also die Liebe meines Lebens…“

Lucy

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„… kam ich mir vor wie ein kleines Kind, das ich auch war und versuchte es mir natürlich nicht anmerken zu lassen…“

Nadine

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„… Als ich das erste Mal bei Go Bäng! war, habe ich mir Directions in Rot gekauft und hatte einen Tag später 1 Woche Hausarrest.“

Ramona

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„…hat Katha mich als ungehobelt beschimpft und mir am Ende doch noch ne Postkarte verkauft, die ich aufs Shirt drücken lassen habe. Ich glaube, es war das RATM-Cover.“

Michael

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„ … kam ich mir wie ein Touri im Wunderland vor! Jetzt ist ein Zuhause“

Anne

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„… wusste ich, ich habe endlich einen Laden gefunden der mich versteht“

Heike

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„… hab ich mich tierisch über das Schild “Wer hier klaut, stirbt” beömmelt…“

Markus

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„… war ich etwas überfordert von den vielen, tollen Sachen!“

Monika

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„ … war ich noch sehr jung und sofort verliebt!“

Max

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Gegründet wurde Go Bäng! Ende der 80er. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch kein Ladengeschäft, der Go Bäng! Großhandel kaufte Poster und Merchandise in England ein und verkaufte die Ware auf Messen und Börsen weiter. 1992 kam das Angebot einen kleinen Laden am Eingang der Knochenhauerstrasse zu übernehmen, ein Plattenladen fragte, ob er mit rein könne – die Ladenmietgemeinschaft war geboren.

Zu Höchstzeiten hatte Go Bäng! acht Untermieter, im Laufe der Jahre wechselten diese immer mal wieder und sorgten so für ein sich oft änderndes Ladenbild. Hinzu kamen drei Umzüge, erst 1994 innerhalb der Knochenhauerstrasse, 2007 an den Wall 140 und schließlich im Januar 2012 in die Knochenhauerstrasse, fast an den alten Standort, zurück.

Hier teilt sich Go Bäng! seitdem eine Fläche von über 1000m² mit Hot Shot Records.

Zoe beschreibt Go Bäng! so:

„Du bist 15 und willst deine neuapostolisch geprägte Familie schocken? Regenbogenbuttons verfärben das Gesicht deines Vaters wie eine Tomate? Du willst deinen Lehrern das Gefühl geben dass sie nicht mehr an dich ran kommen? Dann komm zu Go Bäng! Go Bäng! ist seit 100 Jahren der seriöse Ansprechpartner für Teenager, die es der Gesellschaft mal so richtig zeigen wollen! Du hast dir endlich bei Hot Shots deine erste Slipknot CD gekauft und willst deine Antipathie zum Mainstream nicht nur hören, sondern auch nach außen tragen? Wir haben Merch zu allem, was das Herz begehrt! Blümchen T-Shirt raus, Tunnelohrringe rein! Kämpfe auch du gegen die Alterspyramide, indem du den alten Säcken mit einem freshen Look einen Herzinfarkt verpasst! Unsere Mitarbeiter beraten dich, denn sie haben schon deinen Eltern das Geld abgezogen. So geht Kapitalismus (Kritik). Das ist Punk! Oder Goth. Oder was auch immer gerade Subkultur ist. Go Bäng ist klein, aber fein. Wir haben für jeden Kunden das passende Produkt um der Spießigkeit die Stirn zu bieten!“

Die große Posterauswahl bildet das Herzstück des Ladens. Daneben stehen die Postkarten-Ständer, an einer Wand hängt eine große Auswahl an Patches. Man findet Becher mit den verschiedensten Motiven, Schreibwarenkram, Mützen, Directions Haartönungen, Socken, Halstücher, Ohrringe, Ketten, Schlüsselanhänger, Taschen, Sticker, bunte Flaggen  – und natürlich die große Buttonauswahl. Und noch so vieles mehr, dass es unmöglich erscheint, alles zu entdecken. Go Bäng! ist kein Laden in den man schnell rein, und schnell wieder raus geht.

Das textile Angebot umfasst vor allen Dingen T-Shirts mit unterschiedlichsten Motiven, von Comic über Film hin zu Sprüchen. Aber auch Cargohosen in kurz oder lang befinden sich im Dauersortiment des Ladens.

Da Go Bäng! offizieller Partner des FC Sankt Pauli ist, kann man am Eingang des Ladens vor einer Vitrine, gefüllt mit Merchandise-Artikeln des Vereins, längere Zeit verweilen. Die Shirts mit dem berühmten Totenkopf sind immer vorrätig, hinzu kommt aktuelle Saisonware.

Die Bremer Antwort auf den Hamburger Totenkopf hängt genau gegenüber: die Fischkopf-Kollektion von fishirt.

Komplettiert wird alles mit T-Shirt-Eigenkreationen wie u.a. „In Bremen verankert“, „WRDR BRMN“, „Ich ganz persönlich finde den HSV eher uncool“, „LIBERTÉ, ÉGALITÉ, FCKAFDÉ“, „Ich hasse Menschen. Generell.“, dem Flutlichtmast-Shirt oder  „Bremen, alte Hanse“ als Aufdruck.  Viele sind auch als Kapuzenpullover erhältlich.

Alle selbst designten Go Bäng! – Shirts sind aus lizenzierter Biobaumwolle und nachgewiesen Fairtrade. Sie werden in Bremen bedruckt. Neue Ideen für Motive entstehen immer wieder.

Seit Jahren ist die große Piercingschmuckvitrine ein Sammelpunkt für viele im Laden – von Hufeisen, über Dehnstab, Tunnel, Plug, Stecker, Banane, Septum, Clicker bis hin zu einzelnen Kugeln gibt es alles, was das Herz begehrt.

Bei vielen Kunden sind die Stickerpakete (30 Stück 1,-) mit eigenen Motiven wie „Esst Nazis“, „Kein Handschlag mit Faschisten“, „Richtig scheiße geparkt“ oder „Homophobie ist voll schwul“ sehr beliebt.

Selbst wer regelmäßig vorbei schaut – hier gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken.

Und auch wenn man nichts findet – ohne den kleinen netten Plausch am Tresen kommt hier kaum jemand raus.

„Wir wollen ein Laden sein, in dem wir selber gerne einkaufen würden!“ (Olly, Katha, Thimo)

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